Schnittstellen und Funktionen


Das Produkt kann mit folgenden Schnittstellen und Funktionen ausgestattet sein oder nachgerüstet werden. Dabei hängt die Verfügbarkeit der Funktionen von der Version des Produkts und den erworbenen Zusatzoptionen ab.

Für weitere Informationen zu aktuellen und zukünftigen Funktionen siehe Produktseite unter www.SMA-Solar.com.

Benutzeroberfläche zur Konfiguration und Überwachung

Das Produkt ist standardmäßig mit einem integrierten Webserver ausgestattet, der eine Benutzeroberfläche zur Konfiguration und Überwachung des Produkts zur Verfügung stellt.

Die Benutzeroberfläche des Produkts kann bei bestehender Verbindung mit einem Endgerät (z. B. Computer oder Tablet-PC) über den Webbrowser aufgerufen werden.

Angeschlossene SMA Produkte können über die Benutzeroberfläche des Produkts konfiguriert und in Betrieb genommen werden.

WLAN-Zugangspunkt

Das Produkt ist standardmäßig mit einer WLAN-Schnittstelle ausgestattet. Durch 2-maliges Klopfen an das Produkt wird ein WLAN-Zugangspunkt aktiviert, der dazu dient, das Produkt mit einem Endgerät (z. B. Computer oder Tablet-PC) zu verbinden. Dadurch kann die Inbetriebnahme und Konfiguration unabhängig vom kabelgebundenen Netzwerk via direkter WLAN-Verbindung vor Ort durchgeführt werden.

SMA Speedwire

Das Produkt ist standardmäßig mit SMA Speedwire ausgestattet. SMA Speedwire ist eine auf dem Ethernet-Standard basierende Kommunikationsart. SMA Speedwire ist für eine Datenübertragungsrate von 100 Mbit/s ausgelegt und ermöglicht eine optimale Kommunikation zwischen Speedwire-Geräten in Anlagen.

Das Produkt unterstützt die verschlüsselte Anlagenkommunikation mit SMA Speedwire Encrypted Communication. Um die Speedwire-Verschlüsselung in der Anlage nutzen zu können, müssen alle Speedwire-Geräte, außer das SMA Energy Meter, die Funktion SMA Speedwire Encrypted Communication unterstützen.

Dashboard

Auf dem Dashboard der Benutzeroberfläche werden Informationen zum Produkt, zur Anlage und deren Komponenten mit Hilfe von Widgets übersichtlich und auf einen Blick dargestellt. Dabei kann die Darstellung auf dem Dashboard abhängig vom Funktionsumfang der Anlage und den Benutzerrechten unterschiedlich sein.

Informationen wie Ertragsprognose, Teilanlagendarstellung und Wechselrichter-Vergleich sind über die erweiterten Funktionen im Sunny Portal verfügbar.

Modbus

Das Produkt ist mit zwei Modbus-Schnittstellen ausgestattet. Eine Schnittstelle kann über Ethernet (Modbus TCP) und die andere über RS485 (Modbus RTU) angesteuert werden.

Die Modbus-Schnittstellen haben folgende Aufgaben:

  • Ferngesteuertes Abfragen von Messwerten

  • Vorgabe von Sollwerten zur Anlagensteuerung

Die Modbus-Schnittstellen unterscheiden sich in ihrer Funktion als:

  • Modbus-Server und

  • Modbus-Client.

Die Funktion des Modbus-Servers steht über die Ethernet-Schnittstelle (Modbus TCP) zur Verfügung. Der Modbus-Server kann für den externen Zugriff auf das Produkt (z. B. durch SCADA-Systeme) genutzt werden.

Die Funktion des Modbus-Clients steht über die Ethernet-Schnittstelle (Modbus TCP) und die RS485-Schnittstelle (Modbus RTU) zur Verfügung. Der Modbus-Client kann für die Kommunikation mit angeschlossene Modbus-Geräten (z. B. Wechselrichter, Energiezähler, I/O-Systeme) genutzt werden.

Zur Kommunikation mit angeschlossenen Modbus-Geräten können vordefinierte Modbus-Profile und selbst erstellte Modbus-Profile verwendet werden. Selbst erstellte Modbus-Profile können exportiert und auf ein anderes Produkt übertragen werden.

SunSpec Modbus

Das Produkt unterstützt über die Schnittstelle des Modbus-Clients (Modbus TCP/RTU) das standardisierte SunSpec Modbus-Profil. Das SunSpec Modbus-Profil der SunSpec Alliance beinhaltet einen umfassenden Satz an Messwerten und Parametern für Modbus-Geräte in dezentralen Energieerzeugungsanlagen (z. B. Wechselrichter, Energiezähler, Wetterstationen). Das Produkt verfügt über Datenpunkte der SunSpec Alliance und ist damit konform zum SunSpec Modbus-Profil der zugrunde liegenden Spezifikationsversion (siehe www.sunspec.org). Angeschlossene und mit dem SunSpec Modbus-Profil kompatible Modbus-Geräte werden mit dem passenden Modbus-Profil automatisch in die Anlage integriert.

Anlagenweites Parametrieren

Mit dem Anlagenparameterassistenten haben Sie die Möglichkeit, Parameter angeschlossener Geräte gleichzeitig zu ändern und zu vergleichen. Dazu wählen Sie ganz einfach die gewünschten Geräte aus einer Liste aus und ändern die Parameter, die für die gleichzeitige Änderung geeignet sind. Der Status der Parameteränderungen ist jederzeit einsehbar.

Energie-Monitoring

Für ein umfangreiches Energie-Monitoring können mehrere SMA Energy Meter und Modbus-Zähler anderer Hersteller angeschlossen werden. Dabei kann das Produkt die Erzeugungs- und Verbrauchsdaten der Zähler auslesen, speichern und anzeigen.

Darüber hinaus können über die erweiterten Funktionen im Sunny Portal auch Zähler (z. B. Gaszähler) angelegt werden, deren Zählerstände manuell eingetragen und angezeigt werden können.

FTP-Push

Über die FTP-Push-Funktion können gesammelte Anlagendaten auf einen frei wählbaren externen FTP-Server geladen werden. Die gesammelten Anlagendaten werden bis zu 1-mal pro Stunde in das angegebene Verzeichnis hochgeladen. Dabei werden die Anlagendaten in einem nicht veränderbaren XML-Format exportiert. Die Anlagendaten und Benutzerdaten werden beim Standard-FTP-Protokoll unverschlüsselt an den FTP-Server übertragen.

SMA Smart Connected

SMA Smart Connected ist das kostenfreie Monitoring des Produkts über das Sunny Portal. Durch SMA Smart Connected werden Betreiber und Fachkraft automatisch und proaktiv über auftretende Ereignisse des Produkts informiert.

Die Aktivierung von SMA Smart Connected erfolgt während der Registrierung im Sunny Portal. Um SMA Smart Connected zu nutzen ist es nötig, dass das Produkt dauerhaft mit dem Sunny Portal verbunden ist und die Daten des Betreibers und der Fachkraft im Sunny Portal hinterlegt und auf dem aktuellen Stand sind.

SMA Smart Connected kann im Sunny Portal nur genutzt werden, wenn auch die Wechselrichter SMA Smart Connected unterstützen.

Netzsystemdienstleistungen

Das Produkt ist mit Funktionen ausgestattet, die Netzsystemdienstleistungen ermöglichen.

Je nach Anforderung des Netzbetreibers können Sie die Funktionen (z. B. Wirkleistungsbegrenzung) über Betriebsparameter aktivieren und konfigurieren.

Die Sollwerte des Netzbetreibers können entweder per Steuerung oder per Regelung umgesetzt werden. Dabei werden die Sollwerte per Modbus, per analoger oder digitaler Signale oder manuell im Installationsassistenten vorgegeben. Die Umsetzung der Sollwerte wird an den Netzbetreiber zurückgemeldet.

Wirkleistungsbegrenzung

Die Vorgabe zur Wirkleistungsbegrenzung erfolgt in Prozent. Als Bezugswert dient die Anlagengesamtleistung. Dabei werden die Sollwerte per Modbus, per analoger oder digitaler Signale oder manuell im Installationsassistenten vorgegeben.

0%-Einspeisung

Einige Netzbetreiber erlauben den Anschluss von PV-Anlagen nur noch unter der Bedingung, dass keine Wirkleistung ins öffentliche Stromnetz eingespeist wird. Die PV-Energie wird damit ausschließlich dort verbraucht, wo sie erzeugt wird.

Dieses Produkt ermöglicht bei der aktiven Regelung von Vorgaben am Netzanschlusspunkt die Begrenzung der Wirkleistungseinspeisung auf 0 % für die angeschlossenen SMA Wechselrichter und Wechselrichter anderer Hersteller sofern diese über SunSpec Modbus verbunden sind und diese Funktion unterstützten.

Blindleistungsregelung

Die Blindleistungsregelung kann durch direkte Parametereinstellungen (Q, cos φ) im Installationsassistenten oder als variable Vorgabe vom Netzbetreiber über die Modbus-Schnittstelle oder per analoger Signale erfolgen. Darüber hinaus kann die Blindleistungsregelung als Kennlinienfunktion in Abhängigkeit zur Spannung am Netzanschlusspunkt Q(U) erfolgen. Die Vorgabegröße wird in Prozent bezogen auf die maximale AC-Leistung angegeben. Für die Blindleistungsregelung ist ein geeigneter Zähler zur Messung der relevanten Größen (U, P, Q) am Netzanschlusspunkt erforderlich. Eine reine Spannungsmessung ist nicht ausreichend. Für cos φ-Vorgaben im Steuerungsbetrieb ist ebenfalls ein geeigneter Zähler am Netzanschlusspunkt erforderlich.

Direktvermarktung

Das Produkt ist mit einer Direktvermarktungsschnittstelle zur Fernsteuerung der Anlage durch einen Direktvermarkter ausgestattet. Dabei werden Steuersignale des Direktvermarkters an die Anlage weitergegeben. Die Funktion wird über den Installationsassistenten der Netzsystemdienstleistungen im Produkt aktiviert.