AC-gekoppelte Inselnetzsysteme

Beispiel eines AC-gekoppelten Systems
Bei der AC-Kopplung sind alle elektrischen Verbraucher und Energiequellen über ein Wechselstromnetz gekoppelt. Das hat den Vorteil, dass sich das Inselnetzsystem flexibel und modular mit standardisierten Komponenten aufbauen und erweitern lässt.
Je nach Anwendung und Verfügbarkeit können erneuerbare und konventionelle Energiequellen eingebunden werden. Die angeschlossenen Energiequellen laden die Batterien und stellen im Bedarfsfall Energie zur Verfügung. Der Anschluss an das öffentliche Stromnetz ist möglich, wenn der Batterie-Wechselrichter und die Verbrennungsaggregate dafür ausgelegt sind. AC-gekoppelte Inselnetzsysteme lassen sich durch zusätzliche Energiequellen einfach ausbauen. Damit werden sie einem steigenden Energiebedarf gerecht.
AC-gekoppelte Inselnetzsysteme können zur Versorgung konventioneller Wechselstromverbraucher genutzt werden. Damit eignen sie sich hervorragend für den Einsatz in ländlichen Regionen von Entwicklungs- und Schwellenländern, aber auch in Regionen von Industrieländern, wo kein öffentliches Stromnetz verfügbar ist.
Der an die Batterie angeschlossene Batterie-Wechselrichter, z. B. ein Sunny Island, bildet das Wechselstromnetz.
Im mittleren Leistungsbereich (1 kW bis 300 kW) sind aus ökonomischer Sicht Inselnetzsysteme mit Batteriespeicher deutlich günstiger als Systeme, bei denen ausschließlich Generatoren eingesetzt werden. Dies ist auf den hohen Wartungsaufwand, die kurze Lebensdauer und den sehr schlechten Teillastwirkungsgrad von Generatoren zurückzuführen.