SMA Dynamic Power Control
SMA Dynamic Power Control ist eine im Wechselrichter vorinstallierte Software, die Wirk- und Blindleistung von bis zu fünf Wechselrichtern regelt. Damit ist es zum Beispiel möglich, PV-Systeme als reine Eigenverbrauchsanlagen zu betreiben und so den erzeugten Sonnenstrom ausschließlich für die Selbstversorgung zu nutzen. Ebenso kann eine dynamische Regelung realisiert werden, statt die Anlage auf eine feste Einspeisung zu begrenzen. So kann die Energieerzeugung durch Eigenverbrauch erhöht und gleichzeitig normative Anforderungen sowie Anforderungen der Netzbetreiber eingehalten werden.
Dadurch können Anlagenbesitzer und -betreiber Stromkosten unabhängig von steigenden Energiepreisen senken. Außerdem trägt der höhere Eigenverbrauch zu einem schnelleren Return of Investment (ROI) der gesamten Anlage bei. Auch individuelle Einspeiseregelungen mit dem Netzbetreiber sowie Blindleistungsvorgaben können mit SMA Dynamic Power Control umgesetzt werden.
Mithilfe von SMA Dynamic Power Control übernimmt der Wechselrichter die dynamische Regelung der Wirk- und Blindleistung für sich selbst und bis zu vier weitere Wechselrichter. Dadurch können z.B. Vorgaben von Netzbetreibern zur Begrenzung der Einspeiseleistung für das gesamte System umgesetzt werden. Um die PV-Energieerzeugung durch Eigenverbrauch dennoch zu maximieren, begrenzt der Wechselrichter die Einspeiseleistung der Anlage nicht dauerhaft, sondern regelt sie je nach Verbraucherleistung am Netzanschlusspunkt. Damit ist es zum Beispiel möglich, eine „Zero-feed-in“-Strategie umzusetzen und den selbst erzeugten Strom vollständig zur eigenen Versorgung zu nutzen. Dafür stellt die Lösung am Netzanschlusspunkt unter Berücksichtigung der Verbraucherleistung sicher, dass tatsächlich kein Strom eingespeist wird. Sprich: Es wird genauso viel Energie erzeugt wie verbraucht.
Ebenso kann durch SMA Dynamic Power Control eine dynamische Blindleistungsregelung umgesetzt werden. Dabei können verschiedene Blindleistungsverfahren wie die Q(U)-Kennlinie, cos ϕ (Phi)-Kennlinie oder ein fester Verschiebungsfaktor cos ϕ eingestellt werden. Durch SMA Dynamic Power Control ist eine netzkonforme Leistungsregelung möglich und individuelle Abregelzeiten werden gemäß EVU-Vorgabe eingehalten. Ohne SMA Dynamic Power Control ist für eine solche Regelung zusätzliche Hardware erforderlich, zum Beispiel ein SMA Data Manager M oder ein vergleichbares Produkt von Drittanbietern. Dank SMA Dynamic Power Control ist das System flexibler und zukunftssicherer, wenn es um die Vernetzung mit weiteren Komponenten geht.