Möglichkeiten zur Verbrauchersteuerung
Der Sunny Home Manager wird von verschiedenen Herstellern von Heizsystemen, Elektroauto-Ladestationen und Haushaltgeräten als Energiemanager in Verbindung mit PV-Anlagen angeboten. Dabei wird vorausgesetzt, dass zwischen den Geräten und Systemen im Haushalt eine kompatible Steuerungsschnittstelle existiert, über die der Sunny Home Manager seine Steuerbefehle senden kann.
Prinzipiell gibt es dafür zwei Arten von Steuerungsschnittstellen:
Funksteckdosen
Direkte Datenverbindung
Moxa für SG-Ready Wärmepumpen und Power Control Funktionalität
Funksteckdosen

3-phasige Verbraucher nur über 1 gemeinsamen Aktor schalten
3-phasige Verbraucher, die auf die gleichzeitige Verfügbarkeit aller Phasen angewiesen sind (z. B. Drehstrommotoren), dürfen nicht über 3 separate Aktoren (z. B. 3 Funksteckdosen) angesteuert werden. Sie müssen in diesem Fall einen einzelnen Aktor mit Ansteuerung eines 3-phasigen Schützes verwenden.
Bei dieser Art der Steuerung können die Geräte direkt über eine Zuschaltung oder Unterbrechung der Hauptstromversorgung gestartet oder gestoppt werden (z. B. eine Teichpumpe).
Alternativ kann über die Funksteckdose auch ein Relais oder ein 3-phasiges Schütz angesteuert werden, welches wiederum einen Verbraucher startet. Auf diese Weise können auch große Lasten geschaltet werden (z. B. eine große Pumpe oder eine Heizung mit 3-phasigem Stromanschluss).
Das Modbus-Gerät Moxa E1214 beispielsweise bietet die Möglichkeit, eine Wärmepumpe über den Relaisausgang R0 (Anschluss 9 und 10) anzusteuern. Diese Schaltkontakte starten die Wärmepumpe dann in einem speziellen Betriebsmodus, bei dem überschüssige PV-Energie für den Betrieb der Wärmepumpe verwendet werden kann.
Direkte Datenverbindung
Einige moderne Haushaltsgeräte (siehe Technische Information "SMA SMART HOME - Kompatibilitätsliste für den Sunny Home Manager 2.0" unter www.SMA-Solar.com) haben einen Ethernet-Anschluss, über den die Daten des Geräts über das lokale Netzwerk abrufbar sind. Besteht eine Internetverbindung über den Netzwerk-Router, können die Hersteller von Haushaltgeräten diese Daten z. B. für Wartungszwecke nutzen. Auch die Visualisierung und Steuerung der Haushaltgeräte über mobile Endgeräte (z. B. per App im Smartphone) ist dadurch möglich.
Eine weitere Anwendung dieser direkten Datenverbindung ist die Steuerung des Gerätes durch den Sunny Home Manager im Energiemanagement. Hierzu muss ein kompatibles Datenprotokoll im jeweiligen Gerät implementiert sein, über das die Informationen zum Energiemanagement ausgetauscht werden können. Solche Datenprotokolle sind z. B. der EEBUS/SPINE Standard und das SMA proprietäre SEMP-Protokoll (Informationen auf www.sma.de/produkte/sma-developer.html).
Die direkt steuerbaren Verbraucher senden Informationen über den Verbrauchertyp, den geplanten Energiebedarf und den gewünschten Betriebszeitraum an den Sunny Home Manager. Der Sunny Home Manager berücksichtigt diese Informationen bei seiner Laststeuerung und sendet den Verbrauchern unter Berücksichtigung der von Ihnen im Rahmen der Verbrauchersteuerung konfigurierten Optimierungsziele entsprechende Start- und Stopp-Signale Hausgeräte mit intelligenter Kommunikationsschnittstelle.