Was sind die Voraussetzungen für hohe Autarkie- und Eigenverbrauchsquoten?
Die erste wichtige Voraussetzung für eine sinnvolle Steigerung der Eigenversorgung und des Eigenverbrauchs ist ein ausgewogenes Verhältnis von jährlicher PV-Erzeugung und jährlichem Energiebedarf:
Ist die jährliche PV-Erzeugung wesentlich kleiner als der jährliche Energiebedarf, können fast immer nennenswerte Anteile der PV-Energie vor Ort verbraucht werden. Das gilt selbst dann, wenn die zeitlichen Schwerpunkte von Energiebedarf und PV-Erzeugung weniger gut übereinstimmen. Die hohe Eigenverbrauchsquote wird jedoch mit einer geringen Autarkiequote erkauft
Ist dagegen die jährliche PV-Erzeugung wesentlich größer als der jährliche Energiebedarf, lässt sich in jedem Fall nur ein kleiner Teil der PV-Energie vor Ort nutzen. Ein großer Teil der erzeugten PV-Energie muss in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Daraus ergibt sich eine geringe Eigenverbrauchsquote, die Autarkiequote ist im Gegenzug eher groß.
Ein geändertes Verhältnis von PV-Erzeugung und elektrischem Verbrauch steigert also immer nur die Autarkie- oder die Eigenverbrauchsquote. Daher ist ein ausgewogenes Verhältnis von Energieerzeugung und Energieverbrauch unverzichtbar.
Eine zweite wichtige Voraussetzung für eine hohe Autarkie- und für eine hohe Eigenverbrauchsquote ist ein möglichst geeignetes Lastprofil: Die zeitliche Verteilung der PV-Leistung ist durch die Ausrichtung des PV-Generators und das Wetter in engen Grenzen vorgegeben. Daher bestimmt das Lastprofil nahezu allein, wie gut PV-Erzeugung und Energiebedarf im Tagesverlauf übereinstimmen. Neben dem Einsatz von elektrischen Speichersystemen ist die sinnvolle Anpassung des Lastprofils die einzige Möglichkeit, Autarkie- und Eigenverbrauchsquote gleichzeitig zu optimieren.

Kenngrößen für Eigenversorgung und Eigenverbrauch
Die Eigenversorgung wird angegeben durch die Autarkiequote.
Der Eigenverbrauch wird angegeben durch die Eigenverbrauchsquote.